Work & Travel

Sprachreisen, Auslandsjahre und Au-Pair-Aufenthalte bieten wunderbare Optionen, um eine Sprache in einem fremden Land zu lernen. Allerdings ist man dabei häufig an die Vorgaben einer Organisation oder der Schule bzw. der Universität gebunden. Etwas freier und selbstbestimmter ist hingegen ein Auslandsaufenthalt im Rahmen von Work & Travel.

Wie der Name schon sagt, kann man hierbei bis zu 12 Monate lang gleichzeitig arbeiten und reisen und ganz nebenbei seine Wunschsprache lernen. Die Organisation vor Reiseantritt gestaltet sich dabei meist etwas unkomplizierter als bei anderen Auslandsaufenthalten. Die Klassiker des Work & Travel sind natürlich Australien und Neuseeland. Doch auch in anderen Ländern wie Amerika und Kanada sowie in europäischen Ländern kann man mit dem entsprechenden Visum arbeiten und reisen.

Hat man sich für ein Reiseland entschieden, geht es an die Beantragung des richtigen Visums. Hierfür stellen die Länder spezielle Visa aus, die es dem Reisenden im Gegensatz zu einem einfachen Touristenvisum ermöglichen, zu arbeiten. In Australien, Neuseeland und Kanada wird das Working-Holiday-Visum an Reisende bis zu einem Alter von 30 Jahren vergeben. Und in den USA bereist man das Land mit dem J1-Visum, das auch das Arbeiten erlaubt. In vielen europäischen Ländern ist hingegen kein Visum notwendig. Hier muss man sich lediglich um Unterkünfte und Jobs kümmern.

Für Reisende mit Work & Travel-Visum stehen hier verschiedene Jobmöglichkeiten zur Verfügung. In Australien und Neuseeland sehr beliebt ist die Mitarbeit auf Farmen im Outback. Hier lebt und arbeitet man für einige Wochen auf der entsprechenden Farm und erhält danach seinen Lohn. Auch in Irland oder Kanada bieten Farmen viele Jobmöglichkeiten für die Reisenden. Darüber hinaus lohnt sich die Nachfrage in Hostels, Cafes, Bars und Restaurants. Nimmt man die Hilfe einer Organisation in Anspruch, bietet diese häufig den Zugriff auf Datenbanken mit entsprechenden Stellenangeboten an. Auf Grund dieser Vielzahl an Möglichkeiten, muss man vor der Reise nicht unbedingt eine große Summe an Geld angespart haben. Es genügt in den meisten Fällen, ein kleines Polster auf dem Bankkonto zu haben, um Job-Flauten zu überstehen.

Wie auch bei anderen Auslandsaufenthalten sollte man sich auch vor einem Work & Travel-Aufenthalt medizinisch durchchecken lassen, eine Auslandskrankenversicherung abschließen und vor allem dafür sorgen, dass man auch im Ausland auf das heimische Bankkonto zugreifen kann.

Das Besondere an einem Work & Travel-Aufenthalt ist, dass man in seinen Entscheidungen sehr frei ist. Wie lange man an einem Ort oder in einem Job verbringt, bleibt einem selbst überlassen. Solange man genug Geld zum Leben hat, kann man sich seine Zeit frei einteilen, das fremde Land genießen und seine Sprachkenntnisse vertiefen.

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