Irgendwie schien das Leben früher doch leichter gewesen zu sein – zumindest teilweise, wie im Bereich der Bildung. Die Abfolge war glasklar. Wer es sich leisten konnte, beschritt folgenden Pfad: Grundschule, Gymnasium, Matura, Studium – und die Krönung war natürlich ein gut bezahlter Job.
Heute sieht das leider anders aus. Viele männliche und weibliche Akademiker mit glänzenden Leistungen finden keine Anstellung. Zu wenig Praxiserfahrung, zu wenig Auslandserfahrung, mangelnde Sprachkenntnisse. So verwirrend das für viele junge Menschen auch klingen mag, lässt sich dennoch eine roter Faden erkennen: akademischer Hintergrund allein ist kein Garant mehr für eine erfolgreiche Karriere. Flexibilität und Vielseitigkeit sind gefragt. Also studieren viele nach dem Abitur lieber ein bisschen länger und sammeln hier und dort ein paar Praktika- und Auslandserfahrungen. Wichtig: fließend in zumindest einer modernen Fremdsprache. Doch woher soll man immer Geld und Zeit für Sprachkurse oder Auslandsaufenthalte nehmen?
Die Alternativlösung sind Sprachprogramme für den Computer. Ob Englisch, Finnisch, Mandarin oder Russisch – heute kann alles bequem vom eigenen Schreibtisch aus erlernt werden. Das Einzige, was neben Blatt und Stift benötigt wird, ist eine gehörige Portion Selbstdisziplin. Ist ja nicht so, als hätte man sonst nichts zu tun. Wer allerdings größeren Lernerfolg durch ein Gruppengefühl erzielen möchte, kann sich bei einem virtuellen Klassenraum anmelden. Cyber-Sprachschulen sind ein neuer, stetig wachsender Zweig des bereits etablierten e-Learning. Hier werden die Schüler virtuell von einem Lehrer betreut. Die meisten Cyber-Lehrinstitute bieten Schnupperkurse. Entscheidet man sich für die Teilnahme, erfolgt ein Einstufungstest. Anschließend kann sich per Code und Passwort täglich in den Unterricht eingeloggt werden.
Für Fragen steht nach wie vor ein Lehrer zur Verfügung. Über Chatfunktion und E-Mail steht er für alle Probleme zur Verfügung und trainiert die richtige Aussprache – ein absoluter Vorteil gegenüber den Heimprogrammen für PCs. Allerdings spielt hier der Kostenfaktor auch eine große Rolle. Doch letztlich ist egal, ob im Alleingang oder in der Herde – eLearning bietet eine gute Alternative, um Fremdsprachenkenntnisse zu polieren.

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